Mario Herger

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Die Angst vor dem Pipifleck im Hosenschritt: Zipper- oder Knopfhosentürl?

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KnopfverschlussPeinlicher kann's nicht sein: umständlich kramt man seinen Schniedel aus der Hose, erleichtert sich, verstaut wieder alles am Platz und dann rinnt nochmals eine beträchtliche Menge raus, die einen prominenten Fleck im Hosenschritt hinterlässt. Nicht etwa, weil ich irgendein medizinisches Problem mit meiner Harnröhre habe, sondern weil das Zumpi durch die neue Jeans mit Knopfverschluss etwas abgequetscht wurde und Restpipi drinnen gelassen hat.

So geschehen auf einem Autobahnrastplatz irgendwo vor Frankfurt. Eh eilig gehabt, weil zu spät auf dem Weg zum Flieger nach 2 Wochen Europaurlaub. Die Reservehose tief unten in der Schmutzwäsche im Koffer verstaut und ohnehin schon selbststehend - also auch keine Option. Es blieb mir nichts anders übrig als mich zu fügen und zu hoffen, dass der Fleck in Gemächthöhe bald von selbst trocknet. Was er auch tat, rechtzeitig vor dem Checkin am Schalter – besetzt nur mit weiblichen Personal.

Eines dieser Missgeschicke, die zu philosophische Betrachtungen verleiten. Den Schuldigen hatte ich ja schnell ausgemacht: die neue Jeans mit dem Knopfverschluss. Die, die mich so cool und Cowboy mässig aussehen lässt. Aber die Knöpfe so deppert, dass man den untersten nur unter Verkrampfungen aufkriegt. Und so nah an der Naht, und alle Knopflöcher noch so steif (übrigens das einzige in dieser Gegend), dass es leichter ist einen Österreicher zu finden der Piefke mag, als einen der Knöpfe durch das Loch im Jeansstoff.

Liegt's wirklich nur an den Knöpfen, oder passiert das bei Reissverschlüssen auch? So lange ich mich erinnere, ist mir das immer nur bei Hosen mit Knopfverschluss im Schritt passiert. Und egal, wie ich am Urinal stand, schüttelte, von einem Fuss auf den anderen stieg, Zehenspitzen erklomm und wie weit auch immer ich die Hosennaht mit dem Finger runtertauchte, es wollte nie alle Tropfen aus der Blase in das Urinal, sondern blieben in der Harnröhre. Einmal mehr, einmal weniger. Aber immer viel mehr, als ich wollte. Klar: ich könnte den Gürtel und alle Knöpfe aufmachen, aber das ist zu umständlich. Warum bin ich Junge geworden, wo man in jeder Position mit minimalsten Entkleidungsaufwand sich erleichtern kann? Wie die Radfahrer aus der Tour de France, die sogar weiterradeln, während sie seitlich ins Grüne schiffen. Das sind noch ware Helden.

Vielleicht aber bin ich nur verbaut. Oder vielleicht ist's nur die Rache der Sitzpinkelfanatiker. Dieser Frauen, die nicht wollen, dass Männer im Stehen wischerln und uns deshalb tückisch diese Knopfhosen designen und einreden. Mission accomplished sage ich nur. Da renne ich lieber mit Pinkelfleck herum, als mit Großpapas Hosenträgern.
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Kommentare (1)Add Comment
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Alter Spruch
geschrieben von Martin, Juli 16, 2011
Da hilft kein Rütteln und kein Stossen, der letzte Tropfen geht in'd Hosen.

Mir ist nicht bewusst, dass Knöpfe ein Harnmultiplikator sind. Es liegt wahrscheinlich an der Länge und an der zusätzlichen Belüftung.

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busy
Zuletzt aktualisiert am Freitag, 15. Juli 2011 um 23:37  

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